Gelegentlich fällt mir auf Seminaren auf, dass ich mal wieder nur mit bekannten Gesichtern trainiert habe. Dann gehe ich los und versuche mit den unbekannten zu trainieren. Manchmal finde ich dabei einen Schatz, manchmal trete ich auch auf eine Mine. Das passiert mir zum Glück immer seltener – ein Nebeneffekt des Fortschreitens im Aikido: Man lernt sich selbst zu schützen -, aber es passiert dennoch.
Neulich habe ich einen Aikido-Freund gefragt, warum insbesondere Männer zum Teil kein Maß haben, wenn sie (das erste Mal!) mit mir trainieren. Ich bin weder besonders groß noch sehr kräftig und bemühe mich freundlich zu wirken. Dennoch treffe ich gelegentlich auf Trainingspartner, die auf mich einschlagen und -treten, an mir herumdrücken und -zerren, ganz so als gäb’s kein morgen. Der Freund meinte, die wollen ihre Grenzen ausloten. Aha. Interessant. Aber in meinen Augen der falsche Ansatz. Sie sollen meine Grenzen als Uke ausloten und nicht ihre als Tori. Wenn meine Grenzen die ihren überschreiten, dann loten sie auch ihre Grenzen aus… aber eigentlich sind die Grenzen des Uke doch die, die wir zu finden suchen.
Im Grunde geht es hier um die Verwechslung der Konzepte Effektivität und Effizienz, beziehungsweise um die völlige Ignoranz von Effizienz.
Effektivität heißt, sein Ziel zu erreichen, gern auch mit überproportionierten Mitteln. Eine effektive Technik ist eine Technik, die funktioniert. Basta. Wenn ich dabei über mein Ziel hinausschieße (z. B. nur den Angriff, nicht aber den Angreifer zu zerstören) – tant pis!
Effizienz hingegen heißt nur genau so viel einzusetzen, wie ich benötige, um mein Ziel zu erreichen. Und im Aikido sollte das Ziel eben nicht darin bestehen, seinen Uke zu verdreschen, dann hat man nämlich bald keinen mehr.
Also: Ein Hoch auf effiziente Techniken! Und bis sich diese Einstellung durchgesetzt hat, feile ich eben weiter an meinem Ukemi und meinem entwaffnenden Lächeln.
7. März 2010, 15:24 von Henny
Es ist irgendwie gar nicht sexy, wenn ein Mann bei einem ersten Half-Blind-Date unbedingt alles zahlen möchte und dann zum Abschluss sagt:
Nee, nee, lass mal. Kannst dich ein anderes Mal revanchieren… so muss du mich wenigstens wiedertreffen!
Nee, muss ich nicht. Schon vergessen, was Emanzipation heißt? Emanzipation heißt, dass ich mich ohne zu Zögern und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben einen Nachmittag lang zusammen mit und auf Kosten eines Mannes amüsieren kann, ohne dass ich gleich das Gefühl habe, ich müsste ihn jetzt aber wirklich ganz doll mögen und spätestens beim nächsten Treffen wenigstens mit ihm schlafen! Nur so zur Info.
8. Februar 2010, 09:22 von Henny
In letzter Zeit erhalte ich vermehrt den gutgemeinten Rat, es mit der Männersuche mal im Internet zu versuchen. Partnervermittlungen sind inzwischen salonfähig und glaubt man Freunden von Freunden, haben sich deren Freunde auch schon erfolgreich übers Internet verpartnert.
Bei einer ersten oberflächlichen Sichtung des Angebots fiel mir auf, dass es noch zahlreiche Marktlücken, wenn nicht sogar Marktschneisen in diesem Bereich gibt: Während das Segment der akademischen und der durchschnittlichen, sowie der verzweifelten Singles bereits gut bedient wird, werden andere potenzielle Zielgruppen bisher sträflich vernachlässigt. Folgende Seiten könnten Abhilfe schaffen:
Biopartner.de mit einer Weiterleitung von Oekopartner.de, die sich an die CO2-neutral und nachhaltig liebenden Singles wenden.
Soziopartner.de, auf der sich Gutmenschen finden, um sich selbstlos umeinander zu kümmern und sich bedingungslos zu lieben.
Esopartner.de, wo potenzielle Partner über ein Medium gefunden werden und die Wahrscheinlichkeit einer glücklichen Partnerschaft, sowie die Zahl der Kinder durch Kartenlegen bestimmt wird.
Und Polypartner.de für die bisher völlig falsch verstandene Gruppe der polyamor liebenden Mitmenschen – mit der Möglichkeit des Aufbaus von Liebesnetzen statt bloßer Zweierpartnerschaften.
30. Januar 2010, 17:44 von Henny
Wozu, wenn du sie dann doch wie einen ungebetenen Gast behandelst? Sie im Raum stehen lässt und nicht beachtest, bis sie von alleine wieder geht…
30. Januar 2010, 10:35 von Henny
Heute Morgen in der S-Bahn. Zwei Mädchen lernen für einen Geschichts-Test. Eine von Ihnen hat offenbar Schwierigkeiten mit der deutschen Grammatik. Insbesondere die Artikel und Fälle bereiten ihr Schwierigkeiten.
Die Bundesversammlung wählt der Bundespräsident.
Äh… wer wählt da jetzt wen?
28. Januar 2010, 14:12 von Henny
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