Go to content Go to search and navigation

Friedrich X

Jetzt weiß ich’s: Friedrich II. = Friedrich der Große = Der alte Fritz = der Sohn vom Soldatenkönig (= Friedrich Wilhelm I.). Lebte in Sanssoucis, führte die drei Schlesischen Kriege, u. a. gegen die österreichische Kaiserin Maria Theresia (obwohl ich mir da schon nicht mehr so sicher bin), führte die Tafelrunde, an der auch Voltaire speiste, spielte Flöte – u. a. mit dem Sohn von Johann Sebastian Bach, dessen Name ich ebenso vergessen habe, wie den der Gemahlin Friedrichs (Elisabeth Christine?!), die er nach der Hochzeit abgeschoben hat, wohin weiß ich nicht mehr. Außerdem habe ich mir folgende Anekdote gemerkt: Friedrich verbat der Dienerschaft, nach seinen Flötenkonzerten zu applaudieren, da diese sein Können eh nicht beurteilen könnten. Erinnert mich an jemand, den ich kenne, Name hab ich aber auch vergessen…

Namen waren noch nie mein Ding. Wenn überhaupt, merke ich mir die Gesichter, was nicht so doll weiterhilft, wenn der Name dazu in den unerforschten Weiten meines Gehirns verschollen ist. Insbesondere Frauennamen kann ich mir so gar nicht merken. Die speichere ich nicht mal im Kurzzeitgedächtnis. Deshalb war die Lektüre eines Buches über unglücklich verheiratete Königinnen der letzten Jahrhunderte (quasi die historische BUNTE in Buchform) für die Katz: Ich wusste schon während des Lesens nicht mehr um welches Weib es sich handelt, geschweige denn wen sie geheiratet hat und die dynastischen Stammbäume konnte ich mir nur dank der Schautafeln im Anhang kurzzeitig vergegenwärtigen. Zudem heißen die alle gleich – als gäbe es auf der Welt nur zehn Vornamen: Maria, Christi(a)ne, Elisabeth, Henriette und Theresia für die Frauen und Joseph, Philipp, Ludwig, Franz und Karl für die Männer. Man könnte fast von einer Materialisierung des biologischen Inzests in den Vornamen sprechen. Erinnerte mich zudem entfernt an Hundert Jahre Einsamkeit von Marquez – da hießen alle Männer entweder Aureliano oder José Arcadio.

Wie auch immer: Ich freue mich, dass ich nicht Geschichte studiert habe, dass die preußische Geschichte und die diverser Kaiserreiche in der Schule an mir vorüber gegangen sind und ich weiß ganz gewiss, dass ich mich auch in Zukunft nicht mit diesen Themen beschäftigen werde. Ach ja: Und Jahreszahlen kann ich mir auch nicht merken.

 

23.10.2006 21:25 von Henny

  1. Namen sind Schall und Rauch, die habe ich auch schnell wieder vergessen. Spannend wirds dann, wenn jemand etwas außergewöhliches macht und dann merkt man sich auch seinen/ihren Namen viel besser.

    » Andreas » 4043 Tage zuvor » #
  2. Nun ja, in der Regel haben diese Leute Schlösser gebaut und Kriege gewonnen oder verloren, deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe, von denen ich mir nicht merken kann wann und gegen wen sie geführt wurden… und somit wird die Materie zwar komplexer und spannender, aber keineswegs einfacher… aber vielleicht lese ich auch einfach die falschen historischen Bücher…

    » Henny » 4042 Tage zuvor » #
  3. Der persönliche Bezug ist wichtig, wenn es um jemanden geht, der einen mit seiner Tat schwer beeindruckt, dann kann man sich auch den Namen eines Japaners merken. Außerdem resultiert so gut wie alles aus dem Vorhergehenden und somit kann man über die Spätwirkungen auch zu mittelalterlichen Vorkommnissen eine persönliche Verbindung aufbauen. Mir gehts jedenfalls so..

    » Andreas » 4042 Tage zuvor » #
  Textile-Hilfe


Keine Zielgruppe