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Kosten-Nutzen-Rechnung

Warum sollte ich mir eigentlich einen neuen Job suchen? Wenn ich mir das Verhalten einiger Kollegen anschaue, ist mein Job eigentlich perfekt:

Ich kann kommen wann ich will, obwohl wir eine feste Anfangszeit haben.
Ich kann Pausen machen, so viele ich will und so lange ich will.
Ich kann während der Arbeitszeit meinen privaten Kram machen, inklusive Hausaufgaben für Zweitstudiengänge und Vorbereitungen für einträgliche Nebenjobs.
Und wenn sich Kollegen über mich beschweren, dann verteidigt mich mein Vorgesetzter.

Ist doch eigentlich super! Jetzt muss ich nur noch meine Arbeitseinstellung dahingehend anpassen, dass ich kein schlechtes Gewissen gegenüber Kollegen und Kunden habe. Und das sollte sich doch einrichten lassen!

 

Blub

19.01.2010 17:15 von Henny

Kleingedrucktes

Ich habe keinen Arbeitsvertrag sondern einen Anstellungsvertrag unterzeichnet. Heißt das jetzt, dass ich hier nicht zum arbeiten bin, sondern um mich anzustellen? Und wie anstellen? Hinten, dumm oder zickig? Wenn ich mir die lieben Kolleginnen anschaue, dann auf jeden Fall letzteres.

 

Blub

13.01.2010 13:10 von Henny

Sinnvoller ärgern

Teammeetings erscheinen oft sinnfrei. Es werden Sachverhalte im “Team” diskutiert, die zum Teil nur einzelne Kolleginnen betreffen und fast nie einen selbst. Außerdem darf man weder stricken noch Bücher lesen. Was bleibt einem also anderes übrig, als still und leise zu beobachten und sich seine Gedanken zu machen? Das hier kam neulich bei der Beobachtung zweier keifender Kolleginnen raus:

1. Ärger dient der Sinnstiftung. Über Dinge, die einem nicht wichtig sind, ärgert man sich nicht. Ergo sind Dinge über die man sich ärgert und aufregt wichtig für einen. Eine andere – und sicherlich schönere – Möglichkeit der Sinnstiftung ist Freude. Wer wenig Freude im Leben empfindet, hat vielleicht das Gefühl sein Leben sei unwichtig bzw. ohne Sinn. Für einige Menschen ist Ärger offenbar leichter zu produzieren als Freude. Also ärgern sie sich ständig – anstatt sich zu freuen – und somit vermitteln ihrem Selbst das Gefühl etwas Wichtiges zu tun und selbst Bedeutung zu haben.

Die Konstellation Ärger zeigen = zeigen, dass einem eine Sache am Herzen liegt lässt sich auch künstlich herstellen und benutzen. Ich denke, viele Konflikte entscheiden sich nicht zu Gunsten desjenigen, der bessere Argumente hat, sondern zu Gunsten desjenigen, dem die Angelegenheit wichtiger scheint und der sich folglich mehr aufregt.

2. Menschen, die sich aufregen oder stänkern, versuchen sich wichtig zu machen. Die Grenzüberschreitung ist nicht das Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck. Häufig entsteht in solch einer Situation der Wunsch, denjenigen in die Schranken zu weisen und ihm zu vermitteln, dass sein Verhalten unakzeptabel ist. Vielleicht erreicht er durch diese Reaktion aber auch sein Ziel nach Aufmerksamkeit. Das Ignorieren der Grenzüberschreitung ist vielleicht die bessere Lösung, da dem Ärgerer keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, er keine Bedeutung für mich erhält und somit sein Ziel nicht erreicht.

 

Blub

12.07.2009 13:27 von Henny

Kopfkino

U: Warum ist eigentlich niemand freundlich zu mir?

Henny: Warum fragst du mich?

U: Na, du bist doch so über-intelligent, da kannst du mir das bestimmt erklären.

H: Das hast du aber nett gesagt. Ich kann’s ja mal versuchen. Das ist aber etwas kompliziert… und ich hab’s auch ne ganze Weile selbst nicht verstanden… aber ich glaube, jetzt kenn ich den Grund… hm… also wie gesagt, ist nicht einfach. Ich versuch’s mal kurz und bündig zu sagen… also… hm… Na ja, du verhältst dich halt wie ein riesengroßes Arschloch

U:

H: Ist aber nur ne Vermutung, kann natürlich auch an was ganz anderem liegen.

Es ist wirklich Zeit, dass ich ein paar Tage Urlaub habe, das negative Kopfkino lässt sich heute so verdammt schlecht ausschalten.

 

Blub

06.02.2009 20:12 von Henny

Motto des Tages

Don’t bother me with your problems. Just solve them.

 

Blub [4]

31.01.2009 18:19 von Henny

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