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Böser Körper

Oh man, nur noch 6 Tage bis zum Stage de Pâques in Paris und mir tut seit einer Woche alles weh: Erst das linke Knie und die linke Schulter. Jetzt kann ich mit ein bisschen Wohlwollen behaupten, dass sich das Knie wieder eingekriegt hat, dafür tut mir der linke Knöchel weh. Und seit gestern auch das rechte Handgelenk. Von der rechten Hüfte ganz zu schweigen – aber die tut ja eigentlich immer weh. Irgendwie fühlt sich der ganze Körper krumm und schief an und als ob kein Teil zum anderen passen würde.

Hoffentlich wird das bis nächste Woche wieder, sonst wird das ein Sight-Seeing- und kein Aikido-Urlaub.

 

Blub [2]

16.04.2008 12:35 von Henny

Henny im Spiegelland

Spiegel sind grausam. Insbesondere beim Tanzen. Alles fühlt sich schön an. Leicht. Geschmeidig. Im Takt der Musik. Und dann schaue ich in den Spiegel und stelle fest, dass ich aussehe, wie Vladimir Klitschko, der soeben auf Ballett umgestiegen ist.

Im Aikido übernehmen einige Lehrer die Funktion von Spiegeln. Erst fühlt sich alles gut an. Die Bewegung fließt. Uke folgt. Alles passt. Dann schaut der Lehrer zu. Bittet darum, die Bewegung noch einmal zu wiederholen. Schweigt. Nickt. Und meint dann: Ich glaube, da müssen wir noch einiges machen.

 

Blub [1]

12.04.2008 23:26 von Henny

Zen im Aikido

Vor 10 Tagen war Mouliko Halén in der Stadt und hat ein Aikido-Seminar gegeben. Das erste mal habe ich Mouliko in Schweden auf einem Aikido-Sommerseminar getroffen. Dort saßen wir abends zusammen und er fragte mich, warum ich Aikido mache. Damals war ich gleichfalls schwer beeindruckt von Mouliko und Zen und so biss ich mich an der Frage fest: Weil es Spaß macht. Ein zu banaler Grund. Es sollte mehr dahinter stecken, eine tiefere Logik, ein tieferes Verständnis. Zur Selbstverteidigung? Auch banal und zudem unrealistisch. Ich würde nem Typen eher in die Eier treten als einen Kotegaeshi zu machen. So überlegte ich die letzten anderthalb Jahre hin und her und mir wollte kein gescheiter Grund für meine Aikido-Begeisterung einfallen.

Dann trat Mouliko in Berlin auf die Tatami und gab zwischen den Übungen immer wieder philosophische und theoretische Betrachtungen zum Besten. Darunter auch folgende:

Some think we are modern Samurai. But we aren’t. We make Aikido just for fun.

Wie so oft, ist die erste Antwort doch die Beste. Aikido macht Spaß. Welchen Grund bräuchte ich also noch, um es zu betreiben?!

 

Blub

09.04.2008 09:31 von Henny

Aikinspiration

Mir tut immer noch alles weh. Aber das hat man halt davon, wenn man ohne ausreichendes regelmäßiges Training an einem Lehrgang von Pascal Guillemin teilnimmt. Insbesondere das Schwerttraining hat seine Spuren hinterlassen, diesmal nicht auf den von ungeschickt geführten Schwertern getroffenen Fingern, sondern in den Muskeln. Bereits nach der ersten Serie Suburi dachte ich, mir fallen die Arme ab. Einfach so. Mitten auf der Tatami.

Ebenso fantastisch wie das Waffentraining war auch das Aikido. Präzise, schnell, klar und eine Fortsetzung der Prinzipien, die Pascal mit dem Schwert ausgearbeitet hatte. Das Zauberwort lautete Präsenz. Ich war ihm geradezu dankbar für seine Bemerkung, dass er nix mehr hasst, als Angreifer, die nach dem Ausgangsangriff am Tori vorbei ins Leere starren. Wobei sich diese Kritik sicherlich weniger an Anfänger richtet, die noch nicht die entsprechende geistige Wachheit besitzen, als an Fortgeschrittene, die ihre weniger erfahrenen Trainingspartner nicht ernst zu nehmen scheinen.

Es ist schon eine Weile her, dass mich ein Seminar so nachhaltig beeindruckt hat und mir soviel zum Nachdenken mitgegeben hat. Ständig gehen mir Techniken durch den Kopf. Ich habe das Gefühl, dass das Gelernte weiter verarbeitet wird und ich freue mich wie irre auf das nächste Training, in der Hoffnung anwenden zu können, was Pascal mir und den anderen Teilnehmern mit auf den Weg gegeben hat. Zudem frage ich mich zur Abwechslung mal nicht, ob ich nicht doch mit dem Aikido aufhören sollte, sondern wie ich nur auf diese Idee kommen konnte.

Das wird hoffentlich ein sehr französisches Jahr. Zur Erbauung schon einmal der Seminarkalender für die kommenden Monate:

Februar
Yasuno Sensei in Paris

März
Micheline Tissier in Berlin
Christian Tissier in Frankfurt
Mouliko Halén in Berlin

April
Stefan Stenudd in Berlin
Michel Erb in Berlin
Christian Tissier in Stockholm
Osterlehrgang mit Christian Tissier in Paris

Mai
Jan Nevelius in Berlin
Ikeda Sensei in Paris

Juni
Endo Sensei in Köln
Pascal Guillemin in Hamburg
Michel Erb in Berlin

Juli
Sommerlehrgang mit Christian Tissier in Bösingfeld/Extertal
Sommerlehrgang mit Christian Tissier in Roquebrune I

August
Sommerlehrgang mit Christian Tissier in Roquebrune II
Sommerlehrgang mit Chistian Tissier in Wégimont

September
Christian Tissier in Berlin

Jetzt brauche ich nur noch einen Sponsor. Ich bin sogar bereit bunte Werbebanner auf dem Gi zu tragen und Erlebnis- oder Fortschrittsberichte zu schreiben. Freiwillige vor!?

 

Blub

22.01.2008 14:54 von Henny

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass...

 

Blub

15.12.2007 19:57 von Henny

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