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Sinnvoller ärgern

Teammeetings erscheinen oft sinnfrei. Es werden Sachverhalte im “Team” diskutiert, die zum Teil nur einzelne Kolleginnen betreffen und fast nie einen selbst. Außerdem darf man weder stricken noch Bücher lesen. Was bleibt einem also anderes übrig, als still und leise zu beobachten und sich seine Gedanken zu machen? Das hier kam neulich bei der Beobachtung zweier keifender Kolleginnen raus:

1. Ärger dient der Sinnstiftung. Über Dinge, die einem nicht wichtig sind, ärgert man sich nicht. Ergo sind Dinge über die man sich ärgert und aufregt wichtig für einen. Eine andere – und sicherlich schönere – Möglichkeit der Sinnstiftung ist Freude. Wer wenig Freude im Leben empfindet, hat vielleicht das Gefühl sein Leben sei unwichtig bzw. ohne Sinn. Für einige Menschen ist Ärger offenbar leichter zu produzieren als Freude. Also ärgern sie sich ständig – anstatt sich zu freuen – und somit vermitteln ihrem Selbst das Gefühl etwas Wichtiges zu tun und selbst Bedeutung zu haben.

Die Konstellation Ärger zeigen = zeigen, dass einem eine Sache am Herzen liegt lässt sich auch künstlich herstellen und benutzen. Ich denke, viele Konflikte entscheiden sich nicht zu Gunsten desjenigen, der bessere Argumente hat, sondern zu Gunsten desjenigen, dem die Angelegenheit wichtiger scheint und der sich folglich mehr aufregt.

2. Menschen, die sich aufregen oder stänkern, versuchen sich wichtig zu machen. Die Grenzüberschreitung ist nicht das Ziel, sondern nur Mittel zum Zweck. Häufig entsteht in solch einer Situation der Wunsch, denjenigen in die Schranken zu weisen und ihm zu vermitteln, dass sein Verhalten unakzeptabel ist. Vielleicht erreicht er durch diese Reaktion aber auch sein Ziel nach Aufmerksamkeit. Das Ignorieren der Grenzüberschreitung ist vielleicht die bessere Lösung, da dem Ärgerer keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, er keine Bedeutung für mich erhält und somit sein Ziel nicht erreicht.

 

Blub

12.07.2009 12:27 von Henny

Kopfkino

U: Warum ist eigentlich niemand freundlich zu mir?

Henny: Warum fragst du mich?

U: Na, du bist doch so über-intelligent, da kannst du mir das bestimmt erklären.

H: Das hast du aber nett gesagt. Ich kann’s ja mal versuchen. Das ist aber etwas kompliziert… und ich hab’s auch ne ganze Weile selbst nicht verstanden… aber ich glaube, jetzt kenn ich den Grund… hm… also wie gesagt, ist nicht einfach. Ich versuch’s mal kurz und bündig zu sagen… also… hm… Na ja, du verhältst dich halt wie ein riesengroßes Arschloch

U:

H: Ist aber nur ne Vermutung, kann natürlich auch an was ganz anderem liegen.

Es ist wirklich Zeit, dass ich ein paar Tage Urlaub habe, das negative Kopfkino lässt sich heute so verdammt schlecht ausschalten.

 

Blub

06.02.2009 19:12 von Henny

Motto des Tages

Don’t bother me with your problems. Just solve them.

 

Blub [4]

31.01.2009 17:19 von Henny

Büroalltag

C: “Guten Morgen!!!”
Henny: “…”
C (etwas lauter): “Guten Morgen! Wie geht es dir?”
H: “Ich habe dir bereits Guten Morgen gewünscht.”
C: “Oh, das habe ich gar nicht gehört.”
H: “Natürlich nicht, das war auch schon um 8 und da warst du leider noch nicht hier.”
C: “…”

Irgendwann sage ich es zu ihr, ir-gend-wann. Ganz sicher.

 

Blub

29.01.2009 22:59 von Henny

Post-Oster Depression

Hier ist tote Hose. Die halbe Firma hat Urlaub. Darunter sind alle direkt und indirekt Vorgesetzten. Nur die Dummen und die Langsamen (zu spät Urlaub beantragt) sind noch hier. Zu welcher Gruppe gehöre ich? Ich überlege noch.

Auch die Kunden haben frei. Es gibt also nichts zu tun.

Bin heute trotzdem extra zeitig zum Spätdienst gekommen, da ein Meeting mit der neuen Vorgesetzten aus UK angesetzt war. Sie war da, die Hälfte ihres Teams fehlte jedoch. Deshalb fiel das Meeting aus. Was ich erst erfuhr als ich eine Stunde früher als nötig meinen Rechner hochfuhr. Da erfuhr ich auch, dass die lieben Kollegen sie darüber informiert haben, dass auch ich nicht da bin. Was nicht stimmt.

Einen Kollen sprach ich auf meine Anwesenheit an. Er reagierte überrascht, dass ich an dem Meeting teilnehme. [Es ist ein wöchentliches Meeting und ich saß letzte Woche neben ihm und habe gelegentlich auch was gesagt – mehr als er.] Dann erwähnte er, dass er gehört hat, dass ich keine Lust habe, an dem Meeting teilzunehmen und mich deshalb befreien lassen möchte. Aber selbst er dürfte wissen, dass es einen Unterschied zwischen “Ich habe keinen Bock auf dieses Meeting” und “Ich habe ein regelmäßiges Meeting mit meiner Vorgesetzten” gibt. Ich habe das bereits verstanden, obwohl ich hier noch nicht mal seit einem Jahr arbeite und NUR von Manpower bin.

 

Blub

26.03.2008 10:45 von Henny

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