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Strickpolitik

Ich fahre eine klare Linie: Wer sich darüber lustig macht, dass ich stricke, oder über das, was ich stricke, bekommt nix. Kein Grund rumzupöbeln – es bekommt auch der nix, der nix haben will. ;)

Ich habe eine nette Kollegin, die schon mehrfach von mir bestrickt wurde und mich angesichts des nahenden Winters wieder gebeten hatte, noch einmal zu Nadeln und Faden zu greifen und eine weitere Mütze für ihren Bestand zu produzieren.

Gestern ließ sie sich zusammen mit einem Bekannten zu Lästereien hinreißen, die von lautem Gelächter und High Five begleitet wurden. Auf meinen dezenten Hinweis, dass so ein Verhalten das Risiko in sich birgt, keine Mütze zu bekommen, hat sie nicht etwa mit Sätzen wie zum Beispiel

Hey, hab dich nicht so. Du weißt dass das nicht so gemeint ist…

reagiert. Sie meinte stattdessen

Na komm, du willst doch auch auf bestimmte Gefälligkeiten nicht verzichten?!

Also während ich vor diesem Kommentar noch überlegt habe, ob ich vielleicht überreagiert habe, war ich mir nach dem Kommentar sicher, dass die Dame wohl noch eine ganze Weile auf ihre nächste Mütze warten muss.

 

14.08.2008 09:06 von Henny

  1. Meinen neuen Handy-Schoner finde ich großartig und ich zeige ihn auch stolz dem ungläubig staunenden Publikum.
    Nach einer solch infamen Äußerung würde ich dieser Person auch nichts mehr stricken. Wer sich heute noch übers Stricken lustig macht, ist doch noch immer den emanzipatorischen Bürgerkriegen des letzten Jahrtausends verhaftet, heutzutage ist das Stricken als Exponent des Post-Post-Patriarchismus eher ein Sinnbild der omniliberalen Maxime ‘niemand muss, aber jeder darf stricken’.
    Ich liebe meine Handy-Socke.

    » Andreas » 3384 Tage zuvor » #
  2. Genau! Du sprichst mir aus der Seele!

    Und: Danke! :D

    » Henny » 3384 Tage zuvor » #
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