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Frauen fragen - Männer antworten

Im Zusammenhang mit der Frage, ob Männer per se Trottel sind:

A: Vielleicht ist es ja auch gekränkter Stolz…

H: ???

A: Naja, immerhin hatten die Männer über Jahrhunderte die Hosen an…

H: Ja, und wer hat sie euch ausgezogen?

A (vorwurfsvoll): Die Frauen!

H: Ja und, warum habt ihr sie euch ausziehen lassen?!

A: ...

PS.: Nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Sonst war A. sehr geistreich – wie immer eigentlich.

 

29.10.2006 22:05 von Henny

  1. Also ich würde mal sagen hier wurden niemandem die Hosen ausgezogen. Es ist eher so, dass die Frauen sich die Hosen angezogen haben. Wir sind in den letzen 20 oder 30 Jahren in eine neue Gesellschaftsform migriert.

    Nur gibts bei der ganzen Sache ein klitzekleines Problem: Während die Mädchen von früher von ihren Eltern auf diesen Hosenweg eingestimmt wurden, wurden Jungs wie eh und je erzogen.

    Plötzlich tat sich aber mit dem Erwachsenwerden eine ganz andere Welt auf, als Papi sie noch erlebt hat und in diese hinein zu finden gestaltet sich immer schwerer. Auf der einen Seite ist man immernoch dieses kleine Machoarschloch, zu dem man geprägt wurde, auf der anderen Seite erwarte die Welt da draussen einen ganz anderen Typus. Und dann soll man sich wundern, wenn man am Ende als hilfloser Trottel da steht?

    Ständig ist man hin- und hergerissen zwischen dem Recht des Stärkeren und den gesellschaftlichen Zwängen. Das Stärkere wurde irgendwann mal durch Emotionale Intelligenz ersetzt.

    Ein Dilemma für die jungen Männer von heute. Bist du nun Arsch oder Weichei? Haben will ja beides keine.

    » e-sven » 4037 Tage zuvor » #
  2. Man muss halt im rechten Moment die Rollen wechseln können, was allerdings nebenbei dazu führt, dass man sich mit keiner mehr identifizieren kann.

    Aber das Grundthema unseres Gesprächs hatte ich anders aufgefasst, es ging doch darum, warum Frauen in Witzen die Männer zu Trotteln machen und Männer nicht mit gleicher Intensität kontern, sondern sich zum Teil auch als Trottel darstellen. Meine These war nun, dass sie wegen der Einbuße ihrer gesellschaftlichen Sonderstellung eingeschnappt sind und sich daher gern in der Opferrolle sehen, was sich am deutlichsten in partnerschaftlichen Mißverständnissen zeigt, in denen er ihr präventiv Recht gibt, um sich längere Diskussionen zu ersparen.

    » Andreas » 4037 Tage zuvor » #
  3. Dieses Rechtgeben ist glaube ich auch ein althergebrachtes Relikt. Die Frau kümmert sich um das Haus und die familiären Angelegenheiten. Also ist jede Diskussion mit der Frau sinnlos. Das einzige Gebiet, wo sich ein Mann nur schwer reinreden lassen wird ist sein Job, also das neumodische Jagen nach Beute, sprich monetären Mitteln. Das beide Seiten mit diesem Zustand eigentlich unglücklich sind liegt wohl an der bereits von mir beschriebenen Evolution der Gesellschaft und der noch nicht wirklich darauf eingestimmten Menschen, die in ihr leben müssen.

    » e-sven » 4037 Tage zuvor » #
  4. Althergebracht? Ich weiß nicht.. Früher war doch der Mann der Herr im Hause und konnte bei überdrüssigen Diskussionen, die nicht in einer für ihn genehmen Weise verliefen, mit allerlei schlagkräftigen Argumenten wie Gürteln oder Stuhlbeinen eine einvernehmliche Lösung herbeiführen. Mit dem Ruf nach politischer Emanzipation in der Dämmerung der demokratischen Moderne mußte der Mann mit Schrecken feststellen, dass es nur logisch ist, den Frauen das gleiche Recht zuzugestehen und damit erwies sich der oben geschilderte Diskussionsverlauf als chauvinistisches Dominanzgehabe. Seitdem ist Mann gezwungen Frauen als Gesprächspartner ernstzunehmen, was sich wohlgemerkt auf die Gesellschaft sehr positiv und bereichernd ausgewirkt hat, ihn nun aber auch viel Zeit kostet. Vom Standpunkt der Stereotyp-Beschreibung her könnte man sagen, dass Männer sich zum Zwecke des Informationsaustauschs unterhalten und Frauen scheinbar zum Emotionsaustausch, was aber nicht stimmt, denn sie betten die Informationen in die Emotionen ein. Daher und durch eine kurze Aufmerksamkeitsspanne kommt Mann gern auf den Gedanken, dass viele Frauen wenig Sinnvolles von sich geben, was aber nur demonstriert, daß er nicht in der Lage ist, diese komplexe Form der Kommunikation zu verstehen (vergleiche Abfälligkeiten wie: “Frauenversteher”). In diesem Zustand des Unverständnisses und Gesprächs-Zeitmangels flüchtet sich der Mann zu einfachen Lösungsschemata, wie beständiges Nicken und Schlüsselwort-Fishing, damit man auf die Frage, ob man überhaupt zuhört, etwas antworten kann. Alternativ zu diesem defensiven Vorgehen gibt es auch die offensive Konfrontation mit reinen Fakten und Fallbeispielen, was von Frauen hingegen am Konkreten Beispiel als langweilig bis skandalös gefühllos empfunden wird. Somit würde ich vermuten, dass am allgemeinen Unverständnis beide Seiten ihren Anteil haben und letztendlich die “physich stärkere” Partei auch im rein kommunikativen Bereich lieber nachgibt, als sich tradiertes Dominanzverhalten nachsagen zu lassen.

    » Andreas » 4037 Tage zuvor » #
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