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Von Männern und Männern

Ich glaube ja, dass Frankreich ein Paradies für Männer ist. Immerhin ist es ein Land in dem sich die Emanzipation nicht auf die Männerrolle ausgewirkt hat. Im Gegensatz zu Deutschland. Man stelle sich folgendes vor:

1. Ein landesweit geachteter Pop-Schlager-Sänger (ich weiß… das gibt es hier nicht nicht, in Frankreich aber wohl) bringt einen Song mit dem Titel “Ein Mann sein” raus in dem er besingt, wie er morgens als Mann aufsteht, dann als Mann um seine Zukunft kämpft und immer ein Mann bleibt, egal was er tut. Unmöglich? So gesehen in Frankreich: Johnny Hallyday mit dem Song “Etre un homme”.

2. Horst Köhler (oder jeder beliebige andere Bundespräsident, wahlweise auch Bundeskanzler… äh… wenn es denn dann mal wieder einen gibt) hat eine neue umstrittene Flamme und verteidigt sein öffentliches Rumgeknutsche mit folgenden Worten:

Die Leute hatten sich während der vergangenen zwölf Jahre daran gewöhnt im Elysée Opa und Oma zu sehen. Ich habe einen neuen Stil. Daran wird sich alle Welt anpassen müssen. Jetzt haben die Franzosen einen richtigen Kerl im Elysée, der was zwischen den Beinen hat und es auch benutzt.

Unvorstellbar? Nicht in Frankreich. Nicolas Sarkozy hat’s so gesagt (natürlich auf französisch).

Und dem Image der beiden scheint es nicht wirklich zu schaden.

 

28.03.2008 16:38 von Henny

  1. Ich kann deinen Standpunkt nicht erkennen.

    » matthi » 3520 Tage zuvor » #
  2. Das macht die Krankheit. Lies den Text nochmal wenn du wieder gesund bist. ;)

    Spaß beiseite: Ich habe festgestellt, dass sich die Männerkultur in Frankreich deutlich von der deutschen unterscheidet. Französische Männer können so richtig schön prollig und machohaft daher kommen, selbst in gehobenen sozialen Schichten, ohne dass es sich negativ auf ihr Standing auswirkt. Ich habe den Eindruck, dass sich die Emanzipation der Französinnen nicht, oder zumindest weniger als in Deutschland, auf die Position / das Bild des Mannes ausgewirkt hat. Ein Beispiel ist auch die Elternschaft: Damit die Frauen nach der Geburt so schnell wie möglich wieder arbeiten können, gibt es Kinderkrippen für Babies und später Ganztagsbetreuung auch in der Schule. Das Vaterbild hat sich aber nicht wesentlich verändert, die Männer nehmen keine Elternzeit und gleichen nicht die Zeit aus, die die Mutter auf Arbeit verbringt.

    » Henny » 3519 Tage zuvor » #
  3. Den Eindruck hatte ich aber auch. Wenn ich mal in Frankreich war, habe ich zwar kein Wort verstanden, aber alles dort sagt einem, dass Männer dort noch richtige Männer sind. Das fängt bei den Bedürfnisanstalten an den Autobahnen an, wo man fast im Freien steht und sich den Wind um die ..Ohren wehnen lassen kann und endet bei den ganz selbstverständlich oben ohne mit pelziger Brust und Kippe im Mund rumstehenden Typen, die einem im Vorbeigehen irgendwas erzählen, nur weil man nicht einheimisch aussieht (Ok, habe ich nur in Südfrankreich angetroffen). Von der Goldkettchendichte am Strand von Montpellier mal ganz abgesehen..
    Interessanterweise sehen die Jungs wiederum alle recht ‘androgyn’ aus.

    » Andreas » 3518 Tage zuvor » #
  4. Endlich versteht mich einer…

    Die Jungs sind einfach viel stärker von der globalen Popkultur als von ihrer nationalen Männerkultur geprägt. Aber lass die erst mal richtig erwachsen werden, dann beugen sie sich auch ihren männlichen Hormonen. :D

    » Henny » 3517 Tage zuvor » #
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